Was kostet die DEKRA-Hauptuntersuchung? HU, AU und Nachprüfung

Frank Hiller .

7. November 2026

Grüne Plakette mit der Zahl 4 und Kennzeichen S-JN 8667. Informationen zur DEKRA Hauptuntersuchung Kosten sind hier nicht ersichtlich.

Eine fällige Hauptuntersuchung sollte nicht zur Überraschung an der Kasse werden. Für einen normalen Pkw liegen die DEKRA-Hauptuntersuchungskosten 2026 meist im mittleren dreistelligen Bereich, können sich durch Fahrzeugart, Abgasuntersuchung, Nachprüfung oder eine verspätete Vorführung aber deutlich verändern. Ich zeige, womit Sie bei DEKRA rechnen sollten und welche Besonderheiten bei Zulassung, Oldtimern und H-Kennzeichen gelten.

Die wichtigsten Kosten für Ihre nächste HU auf einen Blick

  • Pkw bis 3,5 Tonnen: HU inklusive AU kostet 2026 meist etwa 150 bis 170 Euro.
  • Elektroautos: Es entfällt die AU, die HU-Gebühr liegt trotzdem nicht automatisch deutlich niedriger.
  • Nachprüfung: Nach erheblichen Mängeln fallen häufig ungefähr 25 bis 35 Euro an.
  • Mehr als zwei Monate überzogen: Das HU-Entgelt steigt in der Regel um 20 Prozent.
  • Oldtimer mit H-Kennzeichen: Das Gutachten nach § 23 StVZO kostet extra und ersetzt die normale HU nicht.

DEKRA-Logo auf einer Glastür. Informieren Sie sich über die DEKRA Hauptuntersuchung Kosten und vereinbaren Sie einen Termin.

Was kostet die Hauptuntersuchung bei DEKRA im Jahr 2026

Für einen gewöhnlichen Pkw bis 3,5 Tonnen sollten Sie bei DEKRA 2026 mit etwa 150 bis 170 Euro für HU und AU zusammen kalkulieren. Der genaue Betrag hängt vom Bundesland, der Prüfstelle und dem Fahrzeugtyp ab. Einen deutschlandweit einheitlichen DEKRA-Preis gibt es nicht.

Fahrzeug Typischer Richtwert 2026 Was den Preis beeinflusst
Pkw bis 3,5 t ca. 150-170 Euro mit AU Region, Prüfstelle, Antriebsart
Elektroauto ca. 100-130 Euro Keine AU, lokale Gebührenordnung
Motorrad ca. 80-100 Euro Mit oder ohne zusätzliche Abgasprüfung
Ungebremster Anhänger bis 750 kg ca. 40-60 Euro Keine Abgasuntersuchung
Wohnmobil oder schwereres Fahrzeug ca. 180-210 Euro Zulässige Gesamtmasse und Prüfaufwand

Die Tabelle nennt bewusst realistische Richtwerte und keine verbindliche Rechnung. Vor der Terminbuchung würde ich immer die Gebühren der konkreten DEKRA-Station prüfen, denn regionale Unterschiede von einigen Euro sind normal. Eine weite Fahrt zu einer vermeintlich billigeren Prüfstelle lohnt sich meistens nicht.

Warum HU und AU meist gemeinsam berechnet werden

Bei Benzin- und Dieselfahrzeugen ist die Abgasuntersuchung heute in der Regel Teil der HU. Sie wird häufig als UMA bezeichnet, also als Untersuchung des Motormanagements und der Abgasreinigung. Bei einem Elektroauto entfällt dieser Teil, doch die übrige technische Prüfung bleibt nahezu vollständig bestehen.

Der Preis sinkt deshalb nicht automatisch um die komplette AU-Gebühr. Bremsen, Beleuchtung, Fahrwerk, Reifen, Lenkung und die übrige Fahrzeugtechnik werden auch beim Elektrofahrzeug geprüft. Das erklärt, warum eine elektrische Limousine bei der HU nicht unbedingt halb so viel kostet wie ein Verbrenner.

Welche Leistungen im DEKRA-Preis enthalten sind

Die normale Gebühr umfasst die gesetzliche Prüfung des Fahrzeugs, die Auswertung und den Prüfbericht sowie bei bestandener Untersuchung die neue Prüfplakette. Kontrolliert werden unter anderem Bremsanlage, Lenkung, Beleuchtung, Reifen, Fahrwerk, Karosserie und Umweltverträglichkeit.

Reparaturen sind dagegen nicht enthalten. Entdeckt der Sachverständige einen defekten Reifen, Korrosion an tragenden Teilen oder eine nicht funktionierende Beleuchtung, müssen Sie die Reparatur separat bezahlen. Genau hier entstehen in der Praxis die größten Zusatzkosten, nicht bei der eigentlichen HU-Gebühr.

Welche Zusatzprüfungen extra kosten können

  • Änderungsabnahme: etwa nach Tieferlegung, Felgenumbau, Anhängerkupplung oder einer anderen technischen Veränderung.
  • Gasanlagenprüfung: bei Fahrzeugen mit Flüssiggas oder Erdgas.
  • Oldtimergutachten nach § 23 StVZO: erforderlich für die Anerkennung als historisches Fahrzeug.
  • Nachprüfung: wenn erhebliche Mängel bei der ersten Untersuchung festgestellt wurden.
  • Zusätzliche Prüfungen bei Importfahrzeugen: abhängig von Papieren, Umbauten und der Zulassungssituation.

Gerade bei restaurierten Fahrzeugen wird die Änderungsabnahme oft unterschätzt. Ein historischer Umbau, andere Räder oder eine nicht dokumentierte Bremsanlage können zusätzliche Prüfungen auslösen. Ich würde deshalb alle vorhandenen Gutachten, Herstellerbescheinigungen und Eintragungen gesammelt mitnehmen.

Was die HU mit der Zulassung zu tun hat

Für die Zulassung oder Wiederzulassung eines gebrauchten Fahrzeugs benötigen Sie normalerweise einen gültigen HU-Nachweis. Das gilt auch nach einem Halterwechsel, wenn die nächste Untersuchung bereits fällig ist. Die Zulassungsstelle kann den Prüfbericht elektronisch nachvollziehen, trotzdem ist das Original oder eine Kopie des Berichts sehr hilfreich.

Bei einem abgemeldeten Fahrzeug ist die Anfahrt zur DEKRA besonders sorgfältig zu planen. Ohne Zulassung dürfen Sie nicht einfach im öffentlichen Straßenverkehr zur Prüfstelle fahren. Möglich sind je nach Situation ein Kurzzeitkennzeichen, ein Überführungskennzeichen oder ein Transport auf einem Anhänger. Für die Beantragung brauchen Sie häufig eine Versicherungsbestätigung.

Meine praktische Empfehlung lautet, die HU möglichst vor dem Termin bei der Zulassungsstelle zu erledigen. Dann müssen Sie nicht zweimal fahren und wissen bereits, ob technische Mängel die Anmeldung verzögern. Bei Importfahrzeugen sollte außerdem früh geprüft werden, ob neben der HU weitere Nachweise oder technische Anpassungen erforderlich sind.

Lesen Sie auch: H-Kennzeichen: Kilometergrenze? Das musst du wirklich wissen!

Besonderheiten bei der H-Zulassung

Ein Oldtimer mit H-Kennzeichen braucht weiterhin regelmäßig eine HU, normalerweise alle 24 Monate. Für die erstmalige H-Zulassung kommt zusätzlich ein Gutachten nach § 23 StVZO hinzu. Dieses bewertet, ob das mindestens 30 Jahre alte Fahrzeug weitgehend original, zeittypisch und in einem guten erhaltenswerten Zustand ist.

Die Kosten für dieses Gutachten sind nicht in der normalen HU-Gebühr enthalten. Auch ein Wertgutachten für die Versicherung oder eine ausführliche Restaurierungsdokumentation gehört nicht automatisch dazu. Bei einem gepflegten Klassiker lohnt es sich, HU und H-Begutachtung organisatorisch gemeinsam zu planen, die Leistungen aber preislich getrennt zu betrachten.

Eine Ausnahme bildet das rote 07er-Oldtimerkennzeichen. Für solche Fahrzeuge ist keine regelmäßige HU wie beim H-Kennzeichen vorgeschrieben. Ein Nachweis der Verkehrssicherheit ist jedoch Teil der Voraussetzungen für die Erteilung des Kennzeichens.

Was Nachprüfung und überzogene Fristen kosten

Besteht das Fahrzeug die HU wegen erheblicher oder gefährlicher Mängel nicht, müssen Sie die Fehler beheben lassen und innerhalb von einem Monat zur Nachprüfung erscheinen. Die Nachprüfung kostet bei vielen Prüfstellen ungefähr 25 bis 35 Euro, wobei der genaue Betrag von der Gebührenordnung und dem Umfang der Kontrolle abhängt.

Bringen Sie zur Nachprüfung unbedingt den ersten HU-Bericht mit. Ohne diesen Nachweis kann die Prüfstelle die ursprünglichen Mängel nicht zuverlässig abgleichen. Versäumen Sie die Monatsfrist, wird in der Regel eine vollständige neue HU fällig und nicht nur die günstigere Nachprüfung.

Wer den HU-Termin um mehr als zwei Monate überschreitet, zahlt zusätzlich einen Aufschlag von 20 Prozent auf das HU-Entgelt. Außerdem kann ein Verwarn- oder Bußgeld hinzukommen. Bei einer Überziehung von mehr als acht Monaten drohen derzeit 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Bei einem Oldtimer würde ich eine überzogene HU besonders vermeiden. Alte Fahrzeuge fallen nicht automatisch durch, aber Korrosion, spröde Bremsleitungen, ausgeschlagene Fahrwerksgelenke und undichte Beleuchtung sind typische Schwachstellen. Eine verspätete Prüfung verteuert die Sache und lässt weniger Zeit für eine saubere Reparatur.

So senke ich das Risiko zusätzlicher Kosten

Eine kurze Vorprüfung kostet nichts und verhindert viele unnötige Überraschungen. Ich gehe vor der Fahrt zur DEKRA vor allem diese Punkte durch:

  • Funktionieren alle Leuchten, einschließlich Kennzeichen- und Nebelschlussleuchte?
  • Sind Reifenprofil, Reifendruck und Reifenalter plausibel und stimmen die Dimensionen mit den Papieren überein?
  • Arbeiten Scheibenwaschanlage, Wischer, Hupe und Sicherheitsgurte einwandfrei?
  • Gibt es sichtbare Bremsleitungen, Ölverluste oder starke Korrosion an tragenden Teilen?
  • Sind Felgen, Fahrwerk, Auspuff oder Lenkrad verändert und dafür Nachweise vorhanden?
  • Liegen Fahrzeugschein, HU-Bericht und alle Unterlagen zu technischen Änderungen bereit?

Besonders wirkungsvoll ist eine Prüfung auf einer Hebebühne, wenn das Fahrzeug älter ist oder länger restauriert wurde. Eine Werkstatt kann Mängel wie Spiel in der Lenkung oder Rost an verdeckten Stellen finden, bevor daraus eine teure Nachprüfung wird. Die Kosten für einen Vorab-Check sind meist besser kalkulierbar als eine zweite HU samt Reparaturstress.

Bei Saisonfahrzeugen sollte der Termin ebenfalls sinnvoll liegen. Fällt die HU in die Stillstandszeit, muss sie normalerweise im Monat der Wiederinbetriebnahme nachgeholt werden. Wer das früh einplant, vermeidet unnötige Standzeiten und kann die erste Ausfahrt mit gültiger Plakette beginnen.

Der sinnvollste Kostenplan für Ihren DEKRA-Termin

Für einen normalen Pkw würde ich 2026 zunächst mit rund 160 Euro für HU und AU rechnen und zusätzlich einen kleinen Puffer für regionale Abweichungen einplanen. Bei einem Oldtimer kommen je nach Ziel weitere Kosten für H-Gutachten, Änderungsabnahmen oder Reparaturen hinzu.

Am günstigsten ist fast immer die Kombination aus rechtzeitigem Termin, vollständigen Fahrzeugpapieren und einer kurzen technischen Eigenkontrolle. So bleibt die DEKRA-Gebühr der überschaubare Teil der Rechnung und die Zulassung scheitert nicht an einem vermeidbaren Mangel oder einem fehlenden Nachweis.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Für HU und AU zusammen sollten Sie 2026 meist etwa 150 bis 170 Euro einplanen. Der genaue Betrag hängt unter anderem vom Bundesland, der Prüfstelle und dem Fahrzeugtyp ab.
Beim Elektroauto entfällt zwar die Abgasuntersuchung, die übrige technische Prüfung bleibt aber nahezu vollständig bestehen. Bremsen, Beleuchtung, Fahrwerk, Reifen und Lenkung werden weiterhin kontrolliert; als Richtwert nennt der Artikel etwa 100 bis 130 Euro.
Eine Nachprüfung kostet häufig etwa 25 bis 35 Euro und muss normalerweise innerhalb eines Monats nach der ersten Untersuchung erfolgen. Wird diese Frist versäumt, ist in der Regel eine vollständige neue HU statt der günstigeren Nachprüfung erforderlich. Den ersten HU-Bericht sollten Sie zur Nachprüfung mitbringen.
Das HU-Entgelt steigt dann in der Regel um 20 Prozent. Zusätzlich kann ein Verwarn- oder Bußgeld hinzukommen. Bei einer Überziehung von mehr als acht Monaten drohen derzeit 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Für die erstmalige H-Zulassung ist zusätzlich zur normalen HU ein Gutachten nach § 23 StVZO nötig. Dieses kostet extra und ersetzt die regelmäßige HU nicht, die bei einem H-Kennzeichen normalerweise alle 24 Monate fällig wird. Änderungsabnahmen, Reparaturen oder weitere Nachweise können zusätzliche Gebühren verursachen.
Artikel bewerten

Durchschnitt: 0.0 / 5 · 0 Bewertungen

Tags

hauptuntersuchung oldtimer h-kennzeichen nachprüfung abgasuntersuchung
Autor Frank Hiller
Frank Hiller
Mein Name ist Frank Hiller und ich beschäftige mich seit 3 Jahren leidenschaftlich mit der Restaurierung, Pflege und Geschichte von Oldtimern. Schon als Kind haben mich diese faszinierenden Fahrzeuge begeistert, und ich habe nie aufgehört, mehr über ihre Geschichte und Technik zu lernen. Mein Ziel ist es, nicht nur mein Wissen zu teilen, sondern auch anderen dabei zu helfen, die Herausforderungen und Freuden der Oldtimer-Restaurierung zu verstehen. Ich schreibe über verschiedene Aspekte, von der richtigen Pflege bis hin zu spannenden historischen Hintergründen. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich aufzubereiten und aktuelle Trends im Bereich der Oldtimer zu verfolgen. Durch gründliche Recherchen und den Vergleich unterschiedlicher Quellen stelle ich sicher, dass die Inhalte auf meiner Seite sowohl nützlich als auch präzise sind. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen und gemeinsam die Welt der Oldtimer zu erkunden.
Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen