Eine fällige Hauptuntersuchung sollte nicht zur Überraschung an der Kasse werden. Für einen normalen Pkw liegen die DEKRA-Hauptuntersuchungskosten 2026 meist im mittleren dreistelligen Bereich, können sich durch Fahrzeugart, Abgasuntersuchung, Nachprüfung oder eine verspätete Vorführung aber deutlich verändern. Ich zeige, womit Sie bei DEKRA rechnen sollten und welche Besonderheiten bei Zulassung, Oldtimern und H-Kennzeichen gelten.
Die wichtigsten Kosten für Ihre nächste HU auf einen Blick
- Pkw bis 3,5 Tonnen: HU inklusive AU kostet 2026 meist etwa 150 bis 170 Euro.
- Elektroautos: Es entfällt die AU, die HU-Gebühr liegt trotzdem nicht automatisch deutlich niedriger.
- Nachprüfung: Nach erheblichen Mängeln fallen häufig ungefähr 25 bis 35 Euro an.
- Mehr als zwei Monate überzogen: Das HU-Entgelt steigt in der Regel um 20 Prozent.
- Oldtimer mit H-Kennzeichen: Das Gutachten nach § 23 StVZO kostet extra und ersetzt die normale HU nicht.

Was kostet die Hauptuntersuchung bei DEKRA im Jahr 2026
Für einen gewöhnlichen Pkw bis 3,5 Tonnen sollten Sie bei DEKRA 2026 mit etwa 150 bis 170 Euro für HU und AU zusammen kalkulieren. Der genaue Betrag hängt vom Bundesland, der Prüfstelle und dem Fahrzeugtyp ab. Einen deutschlandweit einheitlichen DEKRA-Preis gibt es nicht.
| Fahrzeug | Typischer Richtwert 2026 | Was den Preis beeinflusst |
|---|---|---|
| Pkw bis 3,5 t | ca. 150-170 Euro mit AU | Region, Prüfstelle, Antriebsart |
| Elektroauto | ca. 100-130 Euro | Keine AU, lokale Gebührenordnung |
| Motorrad | ca. 80-100 Euro | Mit oder ohne zusätzliche Abgasprüfung |
| Ungebremster Anhänger bis 750 kg | ca. 40-60 Euro | Keine Abgasuntersuchung |
| Wohnmobil oder schwereres Fahrzeug | ca. 180-210 Euro | Zulässige Gesamtmasse und Prüfaufwand |
Die Tabelle nennt bewusst realistische Richtwerte und keine verbindliche Rechnung. Vor der Terminbuchung würde ich immer die Gebühren der konkreten DEKRA-Station prüfen, denn regionale Unterschiede von einigen Euro sind normal. Eine weite Fahrt zu einer vermeintlich billigeren Prüfstelle lohnt sich meistens nicht.
Warum HU und AU meist gemeinsam berechnet werden
Bei Benzin- und Dieselfahrzeugen ist die Abgasuntersuchung heute in der Regel Teil der HU. Sie wird häufig als UMA bezeichnet, also als Untersuchung des Motormanagements und der Abgasreinigung. Bei einem Elektroauto entfällt dieser Teil, doch die übrige technische Prüfung bleibt nahezu vollständig bestehen.
Der Preis sinkt deshalb nicht automatisch um die komplette AU-Gebühr. Bremsen, Beleuchtung, Fahrwerk, Reifen, Lenkung und die übrige Fahrzeugtechnik werden auch beim Elektrofahrzeug geprüft. Das erklärt, warum eine elektrische Limousine bei der HU nicht unbedingt halb so viel kostet wie ein Verbrenner.
Welche Leistungen im DEKRA-Preis enthalten sind
Die normale Gebühr umfasst die gesetzliche Prüfung des Fahrzeugs, die Auswertung und den Prüfbericht sowie bei bestandener Untersuchung die neue Prüfplakette. Kontrolliert werden unter anderem Bremsanlage, Lenkung, Beleuchtung, Reifen, Fahrwerk, Karosserie und Umweltverträglichkeit.
Reparaturen sind dagegen nicht enthalten. Entdeckt der Sachverständige einen defekten Reifen, Korrosion an tragenden Teilen oder eine nicht funktionierende Beleuchtung, müssen Sie die Reparatur separat bezahlen. Genau hier entstehen in der Praxis die größten Zusatzkosten, nicht bei der eigentlichen HU-Gebühr.
Welche Zusatzprüfungen extra kosten können
- Änderungsabnahme: etwa nach Tieferlegung, Felgenumbau, Anhängerkupplung oder einer anderen technischen Veränderung.
- Gasanlagenprüfung: bei Fahrzeugen mit Flüssiggas oder Erdgas.
- Oldtimergutachten nach § 23 StVZO: erforderlich für die Anerkennung als historisches Fahrzeug.
- Nachprüfung: wenn erhebliche Mängel bei der ersten Untersuchung festgestellt wurden.
- Zusätzliche Prüfungen bei Importfahrzeugen: abhängig von Papieren, Umbauten und der Zulassungssituation.
Gerade bei restaurierten Fahrzeugen wird die Änderungsabnahme oft unterschätzt. Ein historischer Umbau, andere Räder oder eine nicht dokumentierte Bremsanlage können zusätzliche Prüfungen auslösen. Ich würde deshalb alle vorhandenen Gutachten, Herstellerbescheinigungen und Eintragungen gesammelt mitnehmen.
Was die HU mit der Zulassung zu tun hat
Für die Zulassung oder Wiederzulassung eines gebrauchten Fahrzeugs benötigen Sie normalerweise einen gültigen HU-Nachweis. Das gilt auch nach einem Halterwechsel, wenn die nächste Untersuchung bereits fällig ist. Die Zulassungsstelle kann den Prüfbericht elektronisch nachvollziehen, trotzdem ist das Original oder eine Kopie des Berichts sehr hilfreich.
Bei einem abgemeldeten Fahrzeug ist die Anfahrt zur DEKRA besonders sorgfältig zu planen. Ohne Zulassung dürfen Sie nicht einfach im öffentlichen Straßenverkehr zur Prüfstelle fahren. Möglich sind je nach Situation ein Kurzzeitkennzeichen, ein Überführungskennzeichen oder ein Transport auf einem Anhänger. Für die Beantragung brauchen Sie häufig eine Versicherungsbestätigung.
Meine praktische Empfehlung lautet, die HU möglichst vor dem Termin bei der Zulassungsstelle zu erledigen. Dann müssen Sie nicht zweimal fahren und wissen bereits, ob technische Mängel die Anmeldung verzögern. Bei Importfahrzeugen sollte außerdem früh geprüft werden, ob neben der HU weitere Nachweise oder technische Anpassungen erforderlich sind.
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Besonderheiten bei der H-Zulassung
Ein Oldtimer mit H-Kennzeichen braucht weiterhin regelmäßig eine HU, normalerweise alle 24 Monate. Für die erstmalige H-Zulassung kommt zusätzlich ein Gutachten nach § 23 StVZO hinzu. Dieses bewertet, ob das mindestens 30 Jahre alte Fahrzeug weitgehend original, zeittypisch und in einem guten erhaltenswerten Zustand ist.
Die Kosten für dieses Gutachten sind nicht in der normalen HU-Gebühr enthalten. Auch ein Wertgutachten für die Versicherung oder eine ausführliche Restaurierungsdokumentation gehört nicht automatisch dazu. Bei einem gepflegten Klassiker lohnt es sich, HU und H-Begutachtung organisatorisch gemeinsam zu planen, die Leistungen aber preislich getrennt zu betrachten.
Eine Ausnahme bildet das rote 07er-Oldtimerkennzeichen. Für solche Fahrzeuge ist keine regelmäßige HU wie beim H-Kennzeichen vorgeschrieben. Ein Nachweis der Verkehrssicherheit ist jedoch Teil der Voraussetzungen für die Erteilung des Kennzeichens.
Was Nachprüfung und überzogene Fristen kosten
Besteht das Fahrzeug die HU wegen erheblicher oder gefährlicher Mängel nicht, müssen Sie die Fehler beheben lassen und innerhalb von einem Monat zur Nachprüfung erscheinen. Die Nachprüfung kostet bei vielen Prüfstellen ungefähr 25 bis 35 Euro, wobei der genaue Betrag von der Gebührenordnung und dem Umfang der Kontrolle abhängt.
Bringen Sie zur Nachprüfung unbedingt den ersten HU-Bericht mit. Ohne diesen Nachweis kann die Prüfstelle die ursprünglichen Mängel nicht zuverlässig abgleichen. Versäumen Sie die Monatsfrist, wird in der Regel eine vollständige neue HU fällig und nicht nur die günstigere Nachprüfung.
Wer den HU-Termin um mehr als zwei Monate überschreitet, zahlt zusätzlich einen Aufschlag von 20 Prozent auf das HU-Entgelt. Außerdem kann ein Verwarn- oder Bußgeld hinzukommen. Bei einer Überziehung von mehr als acht Monaten drohen derzeit 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Bei einem Oldtimer würde ich eine überzogene HU besonders vermeiden. Alte Fahrzeuge fallen nicht automatisch durch, aber Korrosion, spröde Bremsleitungen, ausgeschlagene Fahrwerksgelenke und undichte Beleuchtung sind typische Schwachstellen. Eine verspätete Prüfung verteuert die Sache und lässt weniger Zeit für eine saubere Reparatur.
So senke ich das Risiko zusätzlicher Kosten
Eine kurze Vorprüfung kostet nichts und verhindert viele unnötige Überraschungen. Ich gehe vor der Fahrt zur DEKRA vor allem diese Punkte durch:
- Funktionieren alle Leuchten, einschließlich Kennzeichen- und Nebelschlussleuchte?
- Sind Reifenprofil, Reifendruck und Reifenalter plausibel und stimmen die Dimensionen mit den Papieren überein?
- Arbeiten Scheibenwaschanlage, Wischer, Hupe und Sicherheitsgurte einwandfrei?
- Gibt es sichtbare Bremsleitungen, Ölverluste oder starke Korrosion an tragenden Teilen?
- Sind Felgen, Fahrwerk, Auspuff oder Lenkrad verändert und dafür Nachweise vorhanden?
- Liegen Fahrzeugschein, HU-Bericht und alle Unterlagen zu technischen Änderungen bereit?
Besonders wirkungsvoll ist eine Prüfung auf einer Hebebühne, wenn das Fahrzeug älter ist oder länger restauriert wurde. Eine Werkstatt kann Mängel wie Spiel in der Lenkung oder Rost an verdeckten Stellen finden, bevor daraus eine teure Nachprüfung wird. Die Kosten für einen Vorab-Check sind meist besser kalkulierbar als eine zweite HU samt Reparaturstress.
Bei Saisonfahrzeugen sollte der Termin ebenfalls sinnvoll liegen. Fällt die HU in die Stillstandszeit, muss sie normalerweise im Monat der Wiederinbetriebnahme nachgeholt werden. Wer das früh einplant, vermeidet unnötige Standzeiten und kann die erste Ausfahrt mit gültiger Plakette beginnen.
Der sinnvollste Kostenplan für Ihren DEKRA-Termin
Für einen normalen Pkw würde ich 2026 zunächst mit rund 160 Euro für HU und AU rechnen und zusätzlich einen kleinen Puffer für regionale Abweichungen einplanen. Bei einem Oldtimer kommen je nach Ziel weitere Kosten für H-Gutachten, Änderungsabnahmen oder Reparaturen hinzu.
Am günstigsten ist fast immer die Kombination aus rechtzeitigem Termin, vollständigen Fahrzeugpapieren und einer kurzen technischen Eigenkontrolle. So bleibt die DEKRA-Gebühr der überschaubare Teil der Rechnung und die Zulassung scheitert nicht an einem vermeidbaren Mangel oder einem fehlenden Nachweis.